Lang und ausführlich wurde die Beschlussfassung rund um die Linie D diskutiert. Stadtrat Mag. Markus Stoll und GR Mag. Matthias Weger zeigten in der Diskussion auf, warum wir diesem Beschlusspunkt nicht zugestimmt haben.
Entscheidung ohne belastbare Grundlagen
„Schwer nachvollziehbare Unterlagen und keine Erhebungen, die eine Faktengrundlage für die Entscheidung zur Einführung der Linie D bringen würden. Der Bedarf ist tatsächlich durch keine Zahlen belegt. Wie kann man an so ein teures Projekt herangehen, ohne auf Fakten basierende Erhebungen zurückzugreifen?“, so Gemeinderatsklubmitglied Dr.in Renate Krammer Stark und weiter „Wir wissen zwar, dass drei Busse gekauft werden sollen, wissen aber weder wie diese aussehen, ob eine barrierefreies Ein- und Aussteigen möglich sein wird oder Kinderwägen Platz haben werden. Aus diesen Gründen haben wir eine umfangreiche Anfrage an den Gemeinderat erarbeitet“.
Notwendigkeiten liegen wo anders
„Man braucht kein Profi in Verkehrsplanung sein um zu erkennen, dass die derzeitige Lage alles andere als positiv ist. Frequenzstarke Linien aus Wohngebieten werden wegen dem Fahrer*innenmangel ausgedünnt, damit nice-to-have Projekte entstehen können. Bevor Linien für sehr wenige Nutzer installiert werden, sollten die bestehenden von vielen Menschen benützten Linien abgesichert werden. Von der obersten Notwendigkeit, die Rossau mit einem Schnellbus zu erschließen, ist die wirtschaftsfeindliche Caprese-Regierung offenbar schon längst abgerückt“, so Stadtrat Mag. Markus Stoll.
Akten unvollständig und teilweise widersprüchlich
„Wieder einmal wird mit Informationen an die Gemeinderäte sehr sparsam umgegangen. Innsbruck hat ja bereits Erfahrungen mit Pendelbussen, wenn ich an den früheren LK zurückdenke. Was dort meistens übrig blieb waren Frust und Ärger. Direktverbindungen haben sich bewährt. Für mich nicht nachvollziehbar ist auch, dass im Bereich Gramart eine ähnliche Linie nicht realisiert wurde, in Arzl/Mühlau diese jedoch schon kommen soll. Überhaupt war ursprünglich nur ein einzelner Bus geplant und nun sollen es gleich drei Stück werden. Die Buslinie D startet also von Beginn an im Blindflug“, so Gemeinderat Mag. Matthias Weger.
Anfrage eingebracht
Aufgrund der Diskussionen haben die Gemeinderatsklubmitglieder Mag. Matthias Weger und Dr.in Renate Krammer Stark eine umfassende Anfrage erarbeitet, die im März Gemeinderat beantwortet wird. Wir werden dann wieder berichten.