Was wurde eigentlich aus dem Viaduktbogen 40 – dem „Test-Space“ für Start-Ups?

Seit Jänner 2025 zahlt die Stadt Miete für einen Viaduktbogen, der bis heute leer steht. Statt das Problem offen anzusprechen, wird kaschiert und abgelenkt – mit „alternativen Nutzungen“ und ständig wechselnden Ideen. Die Behandlung des ursprünglich für die Start-up-Szene gedachten Geschäftslokals wurde offenbar aus politischen Gründen vertagt. Zwischenzeitlich versuchte man sogar, Jugendliche zum Umzug in den Bogen zu bewegen – als Ersatz für den Kampf um die Junge Talstation. Um den Druck zu erhöhen, wurde der Bogen dafür zeitweise gratis angeboten. Danach: Funkstille – bis zur Stadtsenatssitzung dieser Woche.

Dort lag plötzlich eine Beschlussempfehlung am Tisch: Der Bürgermeister soll die Innsbrucker Marketing Gesellschaft (IMG) beauftragen, über einen „Open Call“ Start-ups zu suchen. Gleichzeitig wurden Auswahlkriterien festgelegt – und ein Mietmodell, das es in sich hat: Rund 1.890 Euro Miete, nach drei Jahren reduziert, und alles über 1.000 Euro soll von der IMG gefördert werden.

„Wieder einmal greift der Bürgermeister in die Kassen einer Beteiligungsgesellschaft, die letztlich wesentlich von der Stadt finanziert wird. Warum diese Mieterleichterung nicht als Subvention – und damit transparent über einen politischen Beschluss – geregelt wird, lässt nur einen Schluss zu: Man will an der Politik vorbei agieren. Das ist nicht zulässig. Deshalb habe ich ein Minderheitenvotum eingebracht, das auch von der FPÖ unterstützt wurde. Damit kommt die Angelegenheit in den Gemeinderat – und kann nicht am Gemeinderat vorbei geführt werden“, so Stadtrat Mag. Markus Stoll.

Wir werden euch am Laufenden halten!

Medienberichte (Krone Tirol, 21. Jänner 2026):

Frühere Beiträge zu diesem Thema:

Beitrag in den Bezirksblättern: https://www.meinbezirk.at/innsbruck/c-wirtschaft/gemeinderat-diskutiert-ueber-bogenanmietung_a7120866