Zeitfenster für strategische Neuausrichtung des Innsbrucker Flaggschiffs IKB jetzt nutzen

Angesichts der aktuellen überraschenden Vakanz im Vorstand der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) spricht sich Das Neue Innsbruck und der ehemalige Aufsichtsrat der IKB, Stadtrat Mag. Markus Stoll, dafür aus, dieses Zeitfenster aktiv zu nutzen, um die Organisationsstruktur der IKB zukunftsfähig und wettbewerbsfähig im Hinblick auf die wirtschaftlichen Entwicklungen der Stadtwerke in Europa aufzustellen.

„Im Zuge des Verkaufs eines Teils der IKB an die TIWAG vor über 25 Jahren war die Einführung von drei Vorständen bei der IKB eine gesellschaftsrechtliche Strategie, um die Entscheidungswege für die neuen Eigentümer und Partner IKB und TIWAG ausreichend abzubilden. Dies wurde im Syndikatsvertrag festgelegt. Angesichts der veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – die wir im Gemeinderat rund um die Strompreisentwicklungen auch 2023 diskutiert haben – ist nun mit fachlicher Expertise politisch zu hinterfragen, ob diese Struktur der IKB krisenfest und optimiert ist. Restrukturierungen in einer Gesellschaftsorganisation sind immer wieder notwendig, um Effizienz und Zukunftsfähigkeit sicherzustellen“, so Stoll.

Chance für Optimierungen nutzen

„Die derzeitige Situation bietet die Chance, die IKB im Sinne von Lean Management und optimiertem Ressourcenmanagement neu zu denken. Es stellt sich wieder die berechtigte Frage, ob es tatsächlich notwendig ist, drei Vorstände und Büros zu beschäftigen, um gut zusammenzuarbeiten – insbesondere, seit wir als Innsbrucker bei der Energiepreisentwicklung vor zwei Jahren gespürt haben, wie eng der Stromvertrieb ohnehin mit der TIWAG verzahnt ist“, so Stoll.

Wettbewerbsfähigkeit sichern

Marktveränderungen müssen auch eine Abbildung in einer strategischen Neuausrichtung eines Unternehmens finden. „Schlanke Strukturen ermöglichen schnellere Entscheidungswege und eine bessere Nutzung der vorhandenen Ressourcen. Das ist im Sinne der Innsbruckerinnen und Innsbrucker, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit unseres kommunalen Unternehmens und sichert die qualitätsvolle Arbeit der IKB. Ein ‚Weiter wie bisher‘ ist in einem dynamischen Marktumfeld wie es die Energiebranche ist, nicht angesagt. Wir sehen eine ergebnisoffene Diskussion bei den Eigentümern Stadt und TIWAG sowie im Aufsichtsrat als dringend notwendig an. Dieses Zeitfenster an Chancen für die IKB sollte klug genutzt werden“, schließt Stoll.