Wasser ist kostbar – Das Neue Innsbruck fordert verantwortungsvollen Umgang und Vorsorge

Der Klimawandel und zunehmende Trockenperioden stellen die Wasserversorgung vieler Gemeinden vor neue Herausforderungen. In immer mehr Regionen Österreichs wird bereits über Einschränkungen bei der Wasserentnahme diskutiert oder entsprechende Maßnahmen mussten aufgrund der angespannten Lage bereits umgesetzt werden. Auch wenn Innsbruck derzeit über eine sichere Trinkwasserversorgung verfügt, ist es sinnvoll, sich frühzeitig mit möglichen Entwicklungen auseinanderzusetzen.

Aus diesem Grund hat Das Neue Innsbruck bereits im Mai im Gemeinderat eine umfassende Anfrage an Bürgermeister Johannes Anzengruber eingebracht. Darin geht es unter anderem um die Entwicklung des Wasserverbrauchs, den steigenden Bedarf durch private Pools und Gartenbewässerungen, die Erfassung größerer Wasserentnahmen sowie um Vorsorge- und Krisenpläne für längere Trockenperioden.

Anstieg des Verbrauchs um bis zu 10 %

Die Beantwortung der Anfrage zeigt, dass Innsbruck derzeit gut aufgestellt ist und die Trinkwasserversorgung nach Einschätzung der Stadt auch langfristig gesichert sein soll. Gleichzeitig wurde aber auch bestätigt, dass der Wasserverbrauch in den Frühjahrs- und Sommermonaten zuletzt um rund sechs bis zehn Prozent gestiegen ist. Zudem liegen der Stadt keine Daten darüber vor, wie viele private Pools im Stadtgebiet betrieben werden, und größere Wasserentnahmen über normale Hausanschlüsse werden nicht gesondert erfasst.

„Es ist beruhigend, dass Innsbruck über eine sichere Wasserversorgung verfügt. Dennoch sollten wir die Zeit nutzen, Entwicklungen aufmerksam zu beobachten und rechtzeitig Vorsorge zu treffen. Gute Politik handelt nicht erst dann, wenn Probleme bereits eingetreten sind“, betont Gemeinderat MMst. Franz Jirka.

Mehr Transparenz bei größeren Wasserentnahmen

„Gerade weil der Stadt derzeit keine Daten über größere Wasserentnahmen über normale Hausanschlüsse vorliegen, sollte über eine einfache und unbürokratische Dokumentation nachgedacht werden. Bei mobilen Wasserentnahmen wird bereits heute mit einem Wasserentnahmeformular gearbeitet. Eine ähnliche Lösung könnte ein sinnvoller Ansatz sein, um Entwicklungen besser einzuschätzen und notwendige Entscheidungen auf eine fundierte Datengrundlage zu stützen – nicht um Bürgerinnen und Bürger zu gängeln, sondern um rechtzeitig und vorausschauend handeln zu können“, so Jirka.

Verantwortungsvoller Umgang mit Wasser ist Aufgabe von uns allen

Die Diskussionen in zahlreichen Gemeinden zeigen, dass Wasser zunehmend als wertvolle Ressource wahrgenommen wird. Ein bewusster und nachhaltiger Umgang mit Trinkwasser wird künftig noch stärker an Bedeutung gewinnen – unabhängig davon, ob aktuell Engpässe bestehen oder nicht.

„Es geht uns ausdrücklich nicht darum, Verbote oder Einschränkungen zu fordern. Aber nur weil Innsbruck derzeit über ausreichend Wasser verfügt, heißt das nicht, dass wir sorglos damit umgehen sollten. Trinkwasser ist eines unserer wertvollsten Lebensmittel. Ein verantwortungsvoller Umgang damit sollte für uns alle selbstverständlich sein – nicht erst dann, wenn Wasser knapp wird, sondern schon heute“, schließt Jirka.