Viaduktbogen 40 vom Test-Space zum Test-Rohrkrepierer mit hohen Leerstandskosten

Im Gemeinderat stand der Viaduktbogen 40 einmal mehr im Mittelpunkt einer kontroversen Debatte. Während die Stadtregierung das Projekt als innovative „Testfläche“ für Jungunternehmen präsentierte, übte Das Neue Innsbruck Stadtrat Mag. Markus Stoll deutliche Kritik an Vorgehensweise, Kosten und wirtschaftlicher Sinnhaftigkeit.

Stadtrat Stoll zeigte auf, dass seit der Anmietung des Bogens im Jänner 2025 bereits rund 228.000 Euro brutto in Adaptierung und Sanierung investiert wurden. Zusätzlich seien rund 15.260 Euro an Mietkosten für den bisherigen Leerstand angefallen – insgesamt also ein erheblicher Mitteleinsatz für ein Objekt, das 14 Monate lang ungenutzt blieb. Es bleibt die Frage, ob hier verantwortungsvoll mit Steuergeld umgegangen wurde, oder ob Geld für einen „Test-Rohrkrepierer“ hinausgeschmissen wurde.

Kritisch bewertet Stoll, dass zunächst investiert und angemietet wurde, ohne ein ausgereiftes Nutzungskonzept oder konkrete Interessenten vorzulegen. Auch das nun beschlossene Modell – eine temporäre Vermietung zu vergünstigten Konditionen, wobei die Mietdifferenz öffentlich getragen wird – sieht Stoll skeptisch. Aus seiner Sicht fehlt eine klare wirtschaftliche Logik und eine saubere Prioritätensetzung im Umgang mit städtischen Ressourcen.

Seitens der Regierung wollte man in der Diskussion wieder einmal untertauchen. Einzig Gemeinderat Auer von den Grünen versuchte das Projekt zu verteidigen. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass er aber auch gleichzeitig der einzige Mandatar ist, der sich wegen einer Befangenheit in diesem Thema hinterfragen könnte…

Im Folgenden ist der vollständige Redebeitrag von Stadtrat Mag. Markus Stoll im Gemeinderat nachzusehen.

Beiträge in den Medien:

TT Online, 26.02.2026:
https://www.tt.com/artikel/30928709/innovation-oder-rohrkrepierer-im-innsbrucker-viaduktbogen-40-soll-endlich-leben-einziehen