Eine erfreuliche Nachricht aus der Höttinger Au: Die öffentliche Bücherei und Schulbibliothek Ursulinen soll nun doch die dringend notwendige Förderung seitens der Stadt bekommen und kann damit als öffentliche Stadtteilbücherei erhalten bleiben. Noch im Sommer sah die Situation ganz anders aus. Nach einer ursprünglich vorgesehenen deutlichen Kürzung der städtischen Unterstützung stand die Zukunft der Bücherei auf der Kippe. Dabei ist die Ursulinen-Bücherei weit mehr als ein Ort zum Ausleihen von Büchern. Seit mehr als 40 Jahren ist sie Treffpunkt für Kinder, Familien und ältere Menschen und mit rund 13.000 Medien die größte Stadtteilbücherei Innsbrucks.
„Für die Höttinger Au ist diese Bücherei unverzichtbar. Sie ist Bildungsort, Treffpunkt und ein Angebot für Jung und Alt. Umso erfreulicher ist es, dass sie nun wie bisher erhalten bleibt . Mein besonderer Dank gilt den vielen Menschen, die sich dafür auf verschiedenste Weise eingesetzt und mit ihrer Unterschrift der eigens hierfür ins Leben gerufenen Petition gezeigt haben, wie wichtig ihnen ihre Stadtteilbücherei ist und dem zuständigen Kulturreferenten Vizebürgermeister Willi ein starkes Signal gegeben haben“, hält Das Neue Innsbruck Klubobfrau Dr.in Birgit Winkel fest.
Opposition wirkt – Nachfragen lohnt sich
Im aktuellen Kulturausschuss hakte Birgit Winkel erneut nach. Dabei wurde bekannt, dass die Unterstützung doch nicht in dem ursprünglich angekündigten Ausmaß gekürzt werden muss. „Neben dem großartigen Einsatz der Bevölkerung haben auch die politischen Bemühungen und unser konsequentes Dranbleiben dazu beigetragen, dass die Bücherei so erhalten bleibt. Das zeigt einmal mehr: Man muss Entscheidungen nicht einfach hinnehmen, sondern darf und soll sie hinterfragen. Wir nehmen unsere Aufgabe, nämlich konsequente politische Kontrolle ernst“, so Winkel.
Prioritätensetzung der Stadtregierung nicht nachvollziehbar
Unverständlich bleibt für Das Neue Innsbruck die ursprüngliche Prioritätensetzung. Während bei einer seit Jahrzehnten etablierten und intensiv genutzten Stadtteilbücherei gekürzt werden sollte, wurden für den Viaduktbogen 40 mittlerweile rund 300.000 Euro ausgegeben – obwohl der als „Testspace“ vorgesehene Raum seit bald zwei Jahren leer steht.
„Wenn für einen weitgehend ungenutzten Viaduktbogen rund 300.000 Euro ausgegeben werden, gleichzeitig aber bei einer funktionierenden Stadtteilbücherei gespart werden soll, dann passen für mich die Prioritäten nicht zusammen. Mit diesem Geld hätte man z.B. die Ursulinen-Bücherei und wohl noch andere Stadtteilprojekte viele Jahre unterstützen können. Umso wichtiger war es, hier nicht lockerzulassen“, betont Winkel abschließend.