Umgang von Sozialstadtrat Willi mit dem immer noch bestehenden Bettwanzen-Problem ist empörend! Das neue Innsbruck fordert mehr Herzblut und Einsatz des ressortzuständigen Sozialstadtrates Willi Georg zur Bekämpfung der Bettwanzen-Plage

Beim Innsbrucker Sozialstadtrat Willi Georg stellen sich immer mehr Menschen die Frage „Was macht er eigentlich beruflich?“ und sein Schweigen wird zum tagtäglichen Problem der sozial bedürftigen Menschen in Innsbruck. Wie letzte Woche aus den Medien zu erfahren war, musste nach der überfallsartigen Schließung der ganzjährigen Notschlafstelle am Schusterbergweg im Oktober und November letzten Jahres jetzt auch eine WG der Innsbrucker Sozialen Dienste ISD am Haydnplatz Knall auf Fall geschlossen werden. Laut dem Bericht war der Befall mit Bettwanzen zuletzt unerträglich für die Bewohnerinnen und Bewohner geworden. Seit wie vielen Wochen – wenn nicht Monaten – Sozialstadtrat Willi die traurige Problematik der BewohnerInnen kennt und dazu schweigt, wird die Anfragebeantwortung im Gemeinderat ergeben.

„Wie aus informierten Kreisen zu erfahren ist, ist das Problem des Befalls mit Bettwanzen kein neues Thema, weder in der Notschlafstelle Schusterbergweg noch in anderen Einrichtungen der Tiroler Soziale Dienste GmbH TSD, wie etwa dem Flüchtlingsheim Grassmayrstraße. Zumindest seit dem Winter 2020/21 wusste man dort seitens der TSD und den politisch Verantwortlichen in der Stadt, insbesondere der damalige Bürgermeister und jetzige Sozialstadtrat Willi Georg, von dem massiven Befall mit Bettwanzen. Videos und Fotos belegen, wie massiv der Befall und damit die Belästigung mit Bettwanzen waren bzw. sind“, so Das Neue Innsbruck Gemeinderätin Dr.in Renate Krammer-Stark.

Willi Georg agiert zynisch

„Wenn der Sozialstadtrat jetzt auf Nachfrage der Medien zynisch sagt, dass die Hygiene und das Wohlbefinden der Menschen oberste Priorität hätten, dann fragen wir uns wohl zu Recht, warum er nicht eindringlich und nachhaltig schon zeitgerecht adäquat auf die massiven und menschenunwürdigen Missstände in Innsbrucker Einrichtungen reagiert hat!“, kann Oppitz-Plörer diese Tatenlosigkeit nicht verstehen und sagt weiters: „Sich jetzt hinzustellen und so zu tun, als höre er von den Problemen zum ersten Mal, ist schlicht beschämend: dass er zudem wieder einmal die leicht nachweisbare Unwahrheit sagt, sind die Innsbrucker bei Willi ja schon gewohnt. Wer schnell hilft, hilft doppelt, dieses Motto würde ich dem Sozialstadtrat ans Herz legen, für alle sozialen Problemlagen in der Stadt, anstatt den Kopf in den Sand zu stecken – oder mit jahrelangen Workshopreihen den Anschein von Tätigkeit zu entfalten auf dem Rücken der Klienten der Sozialeinrichtungen!“

Stadtregierung versucht Thema Bettwanzen zuzudecken

Das Neue Innsbruck hat sich jedenfalls bereits im Oktober-Gemeinderat des letzten Jahres darum bemüht, Antworten auf einige Fragen zum Bettwanzenproblem zu erhalten. Leider ohne Erfolg, die Anfrage wurde zurückgewiesen, weil die Notschlafstelle am Schusterbergweg eine Einrichtung der Tiroler Sozialen Dienste ist.

„Wir sind gespannt darauf, ob die von Kollegen GR Mesut Onay angekündigte Dringende Anfrage im Gemeinderat morgen Donnerstag zu den Bettwanzen am Haydnplatz von Willi beantwortet wird. Unabhängig davon sind wir aber der Meinung, dass jede Einrichtung, egal von welchem Betreiber, die sich in Innsbruck befindet, auch die Stadt und ihre Verantwortlichen etwas angeht – weil es die Menschen sind, die in unserer Stadt leben – und die sollten dem Sozialstadtrat auf keinen Fall egal sein!“, fordern Oppitz-Plörer und Krammer-Stark abschließend.

Videos von Vorfällen mit Bettwanzen im Flüchtlingsheim Grassmayrkreuzung

Fakten zu Bettwanzen

Die Bisse lösen nicht nur sehr starken Juckreiz aus, sondern sind auch psychisch für Menschen in ohnehin schwierigen Lebenssituationen sehr belastend. Angeführt werden hier Albträume, Überwachsamkeit und Angstzustände. Ausschließlich bei Massenbefällen mit hunderten und tausenden Tieren können auch herumlaufende Bettwanzen beobachtet werden, ansonsten halten sie sich nicht auf ihren Wirten auf. (www.umweltbundesamt.de) Nach Informationen des deutschen Umweltbundesamtes in Dessau sind Bettwanzen auf den Menschen spezialisierte, blutsaugende Insekten, die extrem widerstandsfähig sind und deren Bekämpfung aufgrund der Ausbildung von Resistenzen gegen chemische Insektizide massiv erschwert ist. Bettwanzen sind nachtaktiv und bei Wärme vermehren sie sich schnell.