Im Innsbrucker Rathaus sorgt die Ausschreibung der Magistratsdirektion für Diskussionen. Nur 13 Tage nach Bekanntwerden des Ausscheidens der bisherigen Magistratsdirektorin wurde die Nachfolge durch Bürgermeister Johannes Anzengruber ausgeschrieben – mit einer Bewerbungsfrist von lediglich drei Wochen.
Ein derartiges „Turbo-Verfahren“ ist angesichts der Bedeutung dieser Position überraschend und gibt natürlich viel Raum für Spekulationen. Soll der Bewerberkreis künstlich einschränkt werden, oder weiß man „eh schon“ wer es werden soll? Es ist weder eine externe Personalberatung eingebunden noch wurde die Ausschreibung breit publik gemacht. Stattdessen tauchte sie vorerst nur auf der Stadt-Webseite auf. Hinsichtlich der Transparenz und einem sauberen Vorgehen wirft das natürlich Fragen auf.
„SPÖ und GRÜN sind zu Erfüllungsgehilfen der Mauscheleien von Anzengrubers Gnaden geworden – jede Woche ein Kniefall. Und da wollen die Grünen im Rechtsausschuss Compliance und Transparenz einfordern? Es ist nicht nur traurig sondern auch in höchstem Maße beschämend“, zeigt Gemeinderätin Mag. Christine Oppitz-Plörer die Statistenrollen in der Koalition auf.
Neue Abteilung für bisherige Magistratsdirektorin
Mit der Ausschreibung musste der Bürgermeister auch Platz für die bisherige Magistratsdirektorin finden, wohl auch um rechtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden. Eine neue Abteilung VI wurde gefunden. Wir haben hier zu auch schon berichtet: https://dasneueinnsbruck.at/schaffung-und-neubesetzung-abteilungsleitung-buergermeister-tritt-stadtrecht-mit-fuessen-willkuerliche-organisationsstrukturen-um-personelle-deals-abzusichern/
„Durch das Minderheitenvotum im Stadtsenat wird diese fragwürdige Organisationsänderung nun zumindest im Gemeinderat diskutiert. Ob Rot &Grün bis dorthin aufwachen und sich ihrer früheren Haltungen bewusst werden, darf angesichts der scheinbar grenzenlosen Hörigkeit bezweifelt werden. „, so Oppitz-Plörer.