Was sich in der Maximilianstraße abzeichnet, ist ein politischer Offenbarungseid der linken Stadtregierung. Ein über Jahre entwickeltes, mit der Stadt abgestimmtes und durch zahlreiche Zwischenschritte abgesichertes Projekt wird plötzlich gestoppt – obwohl es zuvor jahrelang mitgetragen wurde. Die Leidtragenden sind viele: das Stift Admont ebenso wie Studierende und Familien, die dringend leistbaren Wohnraum suchen. Gerade Studierendenheime tragen dazu bei, den privaten Wohnungsmarkt zu entlasten.
Mit dieser willkürlich wirkenden Abkehr von bestehenden Vereinbarungen schlägt die „Caprese“ einmal mehr ein negatives Kapitel auf. Nachvollziehbar ist dieses Vorgehen nicht. Wenn die Stadtregierung ein Problem mit kirchlichen Einrichtungen hat, soll sie das offen sagen. Aber selbst bei inhaltlicher Ablehnung gilt: So geht man mit einem Projektwerber nicht um.
„Studentisches Wohnen muss günstig und modern angeboten werden, damit der private Mietwohnmarkt entlastet wird. Derartige Projekte muss man also fördern und nicht verhindern. Die Stadtregierung blockiert ein Projekt mit ca. 60 Zimmern in der Maximilianstraße, das seit Jahren fix und fertig da liegt und schon positive Beschlüsse hatte – bis die neue Stadtregierung Sand ins Getriebe streute. Ich hoffe, dass diese Ablehnung nicht aus einer ablehnenden geistigen Wertehaltung gegenüber dem Stift Admont resultiert“, betonte Bauausschussmitglied Gemeinderat MMst. Franz Jirka bereits vergangene Woche.
Heute möchten wir die Artikel der letzten Tage mit euch teilen:

Tiroler Krone, 31. März 2026, Seite 16

Tiroler Krone, 31. März 2026, Seite 17

Tiroler Krone, 2. April 2026, Seite 29