Wir gratulieren unserem Klubmitglied Mag. Carmen Lorenz herzlich zur Angelobung im Februar-Gemeinderat und zu ihrem ersten engagierten Einsatz als Ersatzgemeinderätin. Mit einem inhaltlich wichtigen Antrag zur Wohnungspolitik brachte sie direkt einen konkreten Vorschlag ein: Es soll geprüft werden, ob eine Vorreihung von Wohnungstauschwerber:innen nach dem Vorbild der Stadt Salzburg auch in Innsbruck umgesetzt werden kann. Den Antrag stellte sie selbst im Plenum vor. Ziel ist es, größere Wohnungen im städtischen Bestand gezielt für Familien verfügbar zu machen – und gleichzeitig Menschen, die sich wohnlich verkleinern möchten, einen deutlich besseren Anreiz zum Wechsel zu bieten.
Konkret soll geprüft werden, wie bei neu errichteten oder freiwerdenden Wohnungen mit städtischem Vergaberecht Wohnungstauscher:innen – insbesondere Personen, die von einer größeren in eine kleinere Wohnung wechseln möchten – vorgereiht berücksichtigt werden können. Zudem soll untersucht werden, wie eine solche Sondervergabe rechtlich und organisatorisch in die bestehenden Vergaberichtlinien integriert werden kann. Im Mittelpunkt steht ein pragmatischer Ansatz: Statt ausschließlich neue große Wohnungen zu errichten, soll der bestehende Wohnungsbestand besser genutzt werden. Viele größere Wohnungen werden derzeit von kleineren Haushalten bewohnt, während Familien oft jahrelang auf passenden Wohnraum warten müssen.
„Der Wohnungswechsel war bisher sehr aufwändig und meist auch finanziell nicht attraktiv. Wenn ich aber selbst aussuchen kann, welche Wohnung ich bekomme, bin ich vielleicht auch zu höheren Kosten bereit, einen Wechsel aus einer großen in eine neue, kleinere, modernere und barrierefreie Wohnung anzugehen. Der persönliche Mehrwert durch Lage, Ausstattung oder Qualität kann den Unterschied ausgleichen. Das würde Wohnraum für Familien frei machen. Einen Versuch ist dieses Modell allemal wert“, so Ersatzgemeinderätin Mag.a Carmen Lorenz.
Mit ihrem ersten Antrag zeigt Mag.a Carmen Lorenz eindrucksvoll, dass sachliche, lösungsorientierte Wohnpolitik möglich ist – mit Hausverstand, sozialem Augenmaß und dem klaren Ziel, den vorhandenen Wohnraum gerechter und effizienter zu nutzen. Wir sehen der Behandlung im nächsten Gemeinderat mit großem Interesse entgegen.