MCI-Neubau: Öffentliches Geld soll öffentliches Eigentum schaffen – statt jahrzehntelanger privater Mietverpflichtungen

Das Neue Innsbruck spricht sich klar für die Schaffung von Eigentum in öffentlicher Hand aus, wenn es um langfristige und innerstädtische Infrastruktur wie bei einer Bildungseinrichtung geht. Der Verzicht auf einen zweckmäßigen Neubau wird die öffentliche Hand über die Jahre sehr teuer zu stehen kommen. Letztlich werden wohl mindestens 150 Millionen Euro Steuergeld in die Adaptierung von Privatgebäuden fließen. Das Land Tirol wird damit dauerhaft Bittsteller sein. Das versteht in der Bevölkerung inzwischen keiner mehr.

„Steuergeld sollte sinnvollerweise in öffentliches Eigentum fließen, das auch künftigen Generationen zugutekommt. Stattdessen drohen jahrzehntelange, sündteure Mietverpflichtungen, die noch unsere Kinder und Enkelkinder belasten werden. Der Unterschied ist entscheidend: Während ein Neubau bleibende öffentliche Werte schafft, fließen bei der Sanierung und langfristigen Anmietung privater Gebäude Millionen an Steuergeld in fremdes Eigentum“, betont DNI-Stadtrat Mag. Markus Stoll.

Ein Zweckbau ist kein pompöses Luxusprojekt

„Was Tirol braucht, ist ein funktionaler, wirtschaftlicher und zukunftsfähiger Hochschulstandort. Ein vernünftig geplanter Zweckbau ist keine Verschwendung, sondern eine Investition in Bildung und öffentliches Vermögen. Begriffe wie ‚pompös‘ und ‚Luxusprojekt‘ verschieben die Diskussion auf eine unsachliche Ebene. Das hat sich das MCI nicht verdient und ist der handelnden Personen nicht würdig“, so Stoll.

Transparenz fehlt immer noch

Besonders kritisch sieht Stoll, dass die tatsächlichen langfristigen Kosten der von der Landesregierung favorisierten Sanierungs- und Mietlösung weiterhin nicht ausreichend transparent auf dem Tisch liegen. Denn auch die Sanierung privater Immobilien muss finanziert werden. Hinzu kommen langfristige Mietzahlungen, laufende Betriebskosten und mögliche weitere Investitionen in private Gebäude.

„Es ist doch eine einfache Rechnung für den Hausverstand: Ob wir neu bauen oder jahrzehntelang Miete zahlen – beides kostet die Steuerzahler Geld. Bei einem Neubau in öffentlichem Eigentum bleibt am Ende zumindest ein Gebäude als Vermögenswert bestehen. Bei der Mietlösung bleiben vor allem die Überweisungen an private Eigentümer.“, so Stoll.

Wirtschaftliche Lösung liegt auf dem Tisch

„Wer ernsthaft sparen will, muss die Gesamtkosten über mehrere Jahrzehnte vergleichen. Das konkrete, transparente und nachvollziehbare Angebot eines seit Jahrzehnten international erfolgreichen Unternehmers aus der Bau- und Architekturbranche dürfte sich dabei als die wirtschaftlichste Lösung erweisen. Dies wird man nicht so einfach ignorieren können“, schließt Stoll.