Die Idee ist klar – und sie ist richtig: Mit der Gründung einer städtischen Bildungsgesellschaft sollten zentrale Aufgaben im Bereich Schulassistenz und Freizeitpädagogik gebündelt, professionalisiert und langfristig abgesichert werden. Genau dieses von mir seit langer Zeit unterstützte Vorhaben wartet jedoch weiterhin auf seine Umsetzung. Wir haben daher kürzlich eine Dringende Anfrage im Gemeinderat eingebracht, um zu klären, wie der aktuelle Stand der Dinge ist – die Antworten waren jedoch ernüchternd.
Im Voranschlag 2026 sind rund 68.000 Euro für Beratungskosten zur Gründung einer Bildungsgesellschaft vorgesehen. Tatsächlich wurden im Jahr 2025 finanzielle Mittel in dieser Größenordnung aufgewendet. Ein konkretes Ergebnis dieser Beratungen liegt jedoch bis heute nicht vor. Stattdessen wird darauf verwiesen, dass erst nach Abschluss „interner Prüfungen“ berichtet werden soll. Bitte warten!
Auch inhaltlich bleibt vieles unklar. Zwar wird grundsätzlich von einem Einsparungspotenzial gesprochen, konkrete Zahlen oder nachvollziehbare Grundlagen dazu fehlen jedoch. Gleichzeitig wird betont, dass noch zahlreiche rechtliche, personelle und budgetäre Fragen zu klären seien und daher weitere Zeit benötigt werde. Bitte warten!
Besonders deutlich wird die fehlende Verbindlichkeit bei der zentralen Frage der Umsetzung: Für das kommende Schuljahr 2026/27 wird es keine eigene Bildungsgesellschaft geben. Damit ist ein Projekt, das über Monate hinweg öffentlich in Aussicht gestellt wurde, vorerst auf Eis gelegt. Bitte warten!
Unterm Strich bleibt damit ein ernüchterndes Fazit: Es wurde Geld in die Hand genommen, Erwartungen wurden geweckt – doch konkrete Ergebnisse oder klare Perspektiven fehlen weiterhin. Für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für die Schulen und letztlich für die gesamte Bildungslandschaft in Innsbruck bedeutet das vor allem eines: Unsicherheit. Oder anders gesagt: Für die Bildungsgesellschaft heißt es dank der Stadtregierung aus JA/Grün/Rot wohl weiterhin: Bitte warten!
Gemeinderätin Mag.a Christine Oppitz-Plörer
Sie müssen nicht warten, und können hier die Anfragebeantwortung im Original nachlesen: