Kommentar: Der Standort bestimmt die Perspektive. Die belehrende Vorsitzende des Bauausschusses sollte ihre Standpunkte besser selbst leben.

Gemeinderätin Mag.a Christine Oppitz-Plörer

Im Jänner 2026 wurde unser Gemeinderatsantrag behandelt behandelt, die politischen Ausschüsse wieder einer klaren Regelmäßigkeit zu unterwerfen und verstärkt an Tagesrandzeiten abzuhalten – so, wie es vor der „Caprese-Ära“ gelebte Praxis war. Ziel war ja nicht Bequemlichkeit, sondern Planbarkeit und Verlässlichkeit. Wer möchte, dass ein Gemeinderat die Lebensrealität berufstätiger Menschen abbildet, muss auch die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen.

In der Debatte des Jänner-Gemeinderates belehrte die Klubobfrau und Bauausschussvorsitzende Payr der Liste JA die gesamte Opposition von oben herab, dass man sich vor Antritt eines Mandats überlegen müsse, ob man dieses zeitlich auch ausüben könne. Kann man machen, ist in diesem Fall aber so, als wenn man im Glashaus sitzt und mit großen Betonsteinen herumwirft.

Die Realität der Jahre 2025 und 2026 zeichnet insbesondere bei der schulmeisternden Gemeinderätin der Bürgermeisterliste ein anderes Bild: Als Vorsitzende des Bauausschusses fehlte sie mehrfach bei Sitzungen ihres eigenen Ausschusses. In der jüngsten Sitzung vor ein paar Tagen konnte aufgrund ihrer Abwesenheit ein Tagesordnungspunkt – aufgrund einer vorliegenden Befangenheit des stellvertretenden Ausschussvorsitzenden von der SPÖ – gleich gar nicht behandelt werden; er musste schließlich gänzlich von der Tagesordnung abgesetzt werden. Auch in beiden bisherigen Sitzungen des Jahres 2026 war sie vollständig abwesend.

Ein weiteres Beispiel gefällig? Im Jänner 2025 musste Frau GRin Payr als Ersatzmitglied des Stadtsenats der Bürgermeisterliste kurzfristig herausnominiert werden, da durch eine Kombination von privaten Überseereisen und daraus resultierenden Folgen sowohl die Stadträtin als auch das Ersatzmitglied Payr der Bürgermeisterfraktion nicht vollzählig im Stadtsenat vertreten gewesen wären.

Wie heißt es so treffend: Der Standpunkt bestimmt die Perspektive. Vielleicht lohnt es sich, den eigenen Standpunkt „gelegentlich“ mit der eigenen Praxis zu vergleichen.

GRin Mag.a Christine Oppitz-Plörer