Wir sagen ausdrücklich Danke an alle, die Innsbruck bereits seit Jahren die Treue halten. Gerade für Familien und Menschen im mittleren Einkommensbereich ist das Leben in unserer Stadt kaum noch leistbar. Trotzdem halten viele durch. Mit großem Einsatz in Vereinen, im sozialen Bereich und nicht zuletzt mit ihrem Hauptwohnsitz leisten sie viel für unsere Stadt. Das ist keine Selbstverständlichkeit.
Gerade der Mittelstand, der die Stadt über Jahrzehnte getragen hat, wird immer mehr unter Druck gesetzt. Alle Versuche, diesen bei der Wohnungsvergabe zu unterstützen, wurden von Rot-Grün mit aktiver Mithilfe des Bürgermeisters blockiert.
Die Stadt startet nun eine Kampagne, um mehr Hauptwohnsitze nach Innsbruck zu holen – inklusive Gewinnspiel: Wer sich neu anmeldet, kann eines von sechs Freizeittickets gewinnen. Etwas eigenartig ist es schon, dass ausgerechnet jene, die Innsbruck seit Jahren unterstützen, dabei leer ausgehen. Warum nicht auch einmal ein kleines Dankeschön an die bestehenden Hauptwohnsitz-Innsbrucker:innen?
Ob die neue Kampagne erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten. Wer sich mit dem Studentenleben etwas auseinandersetzt, weiß, dass es unterschiedlichste Gründe gibt, warum viele keinen Hauptwohnsitz anmelden (wollen) – von Wartelisten in den Heimatgemeinden über Förderungen und Versicherungen bis hin zu plötzlich fällig werdenden ORF-Gebühren.
Es stimmt: Jeder Hauptwohnsitz stärkt das Innsbrucker Budget. Nach den verlorenen Jahren unter Georg Willi muss es aber endlich gelingen, die laufende Stagnation und Abwanderung zu stoppen. Umso mehr gilt unser Dank allen, die Innsbruck bereits heute mit ihrem Hauptwohnsitz stärken – und damit einen wichtigen Beitrag für die Zukunft unserer Stadt leisten. Die Politik muss viel mehr darauf ausgerichtet werden, genau diese Gruppen zu unterstützen, die unsere Gesellschaft tragen. Dafür werden wir auch weiterhin eintreten.