Innsbruck an den Inn – Unser Antrag brachte Bewegung in die Diskussion

Der Inn ist eines der prägendsten Elemente Innsbrucks – und trotzdem wird sein Potenzial als Aufenthalts- und Lebensraum seit Jahren nicht ausgeschöpft. Genau deshalb haben wir bereits im Oktober 2024 einen Antrag eingebracht, der einen neuen Weg einschlagen sollte: Statt fertige Projekte über die Köpfe der Menschen hinweg zu planen, wollten wir die Bevölkerung von Beginn an in die Entwicklung des Innraums einbinden. Vorbild waren erfolgreiche Flussdialoge in anderen österreichischen Städten.

Fast zwei Jahre später hat der Stadtsenat unseren Antrag nun für erledigt erklärt. Zwar wurden wieder einmal keine Bürgerdialoge abgehalten, aber es konnte gemeinsam mit Bund und Land initiiert werden, dass der Inn durch bauliche Maßnahmen im Bereich des Englischen Gartens näher an die Stadt rückt. Geplant sind unter anderem eine neue Aufenthaltszone am Inn im Bereich des Englischen Gartens sowie weitere Maßnahmen zur Aufwertung des Hofgarten-Areals.

Ich freue mich sehr, dass unser Antrag damals Bewegung in diese Diskussion gebracht hat und wir nun vor einer Lösung stehen, welche die Lebensqualität in Innsbruck ein Stück weit verbessern kann. Auch wenn das Projekt nicht eins zu eins unserem ursprünglichen Vorschlag entspricht, zeigt sich, dass sich Beharrlichkeit lohnt. Gute Ideen sollen umgesetzt werden – unabhängig davon, von wem sie ursprünglich stammen.

Jetzt beginnt allerdings erst die eigentliche Arbeit. Entscheidend wird sein, dass aus Absichtserklärungen konkrete Projekte werden und die Innsbruckerinnen und Innsbrucker bei der weiteren Entwicklung des Innraums tatsächlich eingebunden werden. Der Inn bietet enormes Potenzial für mehr Aufenthaltsqualität, Naherholung und Lebensqualität. Dieses Potenzial gilt es nun endlich zu nutzen.

Ersatz-GR Mag. Lucas Krackl

Unser ursprünglicher Antrag vom Oktober 2024