Hauptwohnsitz als Schutz vor Spekulation? Ein Blick nach Aurach entlarvt die Illusion

Im Zuge des Wohnbauprojekts „AmrasNext“ präsentieren Bürgermeister Johannes Anzengruber und Stadträtin Janine Bex eine Hauptwohnsitzverpflichtung für einen Großteil der frei finanzierten Wohnungen als Maßnahme gegen spekulativen Wohnbau. Aus Sicht von Das Neue Innsbruck zeigt die Realität jedoch, wie wenig belastbar dieses Argument ist.

„Wir haben immer schon bezweifelt, dass eine Hauptwohnsitzverpflichtung tatsächlich ein wirksames Mittel gegen Spekulation ist. Der aktuelle Fall rund um die Villa einer Oligarchin in Aurach führt das eindrucksvoll vor Augen“, so Stadtrat Mag. Markus Stoll.

Ein Hauptwohnsitz garantiert gar nichts

Ein gemeldeter Hauptwohnsitz garantiert nur eines: Nichts! Das Modell ist zum Scheitern verurteilt.

„Wenn die Stadtregierung diese Regelung nun als großen Wurf für leistbares Wohnen verkauft, ist das nichts anderes als eine politische Nebelgranate. Statt echter Lösungen erleben wir wieder einmal eine große Inszenierung. Die politische Verzweiflung der Caprese wird damit immer offensichtlicher“, so Stoll abschließend.