Aktuelle Stunde mit GR MMst. Franz Jirka: Grüne waren früher unbequem – heute wird betoniert

Der alpine Wald ist Innsbrucks Schutzschild. Er sichert Stadtteile, Verkehrswege und Infrastruktur. Gleichzeitig ist er Wirtschaftsraum, Erholungsgebiet und Lebensgrundlage.

Klimawandel und Nutzungsdruck treffen unseren Naturraum mit voller Wucht. Hitze, Trockenheit, Borkenkäfer, Starkregen und Muren schwächen den Schutzwald. Parallel wächst der Druck durch Tourismus, Sport, Energie, Verkehr und Siedlungsentwicklung.

Diese Zielkonflikte brauchen Entscheidungen mit Langzeitwirkung: klimafitte Mischwälder, gezielte Schutzwaldpflege, Kooperation mit Eigentümern und konsequente Klimaanpassung in der Raumordnung.

Unbequem war einst die grüne Stimme beim Boden- und Klimaschutz. Heute wirkt sie oft erstaunlich leise, wenn Beton und Versiegelung abgenickt werden.

Besonders irritierend, wenn just eine grüne Stadträtin auf der Hungerburg ein Wohnhaus „saniert“, obwohl es eher wie ein Neubau aus Beton, inklusive Rodungen und einer massiv ausgebauten Zufahrt im Stadtwald aussieht. Glaubwürdigkeit verloren!