Erst aufgestellt, dann abgebaut: Rätsel um Absperrbügel am Radweg Layrstraße

Für Verwunderung sorgt eine bauliche Maßnahme am Radweg entlang der Layrstraße im Bereich der Querung der Fischnalerstraße. Dort wurden Absperrbügel errichtet, die offenbar bereits kurze Zeit später wieder entfernt wurden. Warum die Bügel zunächst aufgestellt und anschließend wieder abmontiert wurden, ist bislang unklar. Gerüchten zufolge soll die Durchfahrt insbesondere für Fahrräder mit Anhängern zu eng gewesen sein.

Klubobfrau Dr.in Birgit Winkel geht der Angelegenheit nach und möchte insbesondere wissen, welche Überlegungen hinter der Maßnahme standen, wer sie beauftragt hat und welche Kosten durch die Errichtung und den anschließenden Abbau entstanden sind.

„Wenn Absperrbügel aufgestellt und kurze Zeit später wieder entfernt werden, stellt sich natürlich die Frage, ob bei der Planung alles ausreichend durchdacht wurde. Gerade bei einem Radweg sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass auch Fahrräder mit Kinderanhängern oder Lastenräder problemlos passieren können. Uns interessiert daher, warum die Bügel überhaupt errichtet wurden und weshalb sie so rasch wieder verschwunden sind“, erklärt Winkel.

Roter Teppich für Radfahrer?

Fragen wirft auch die Verkehrsführung an der Querungsstelle auf. Während auf einer Seite eine Stopptafel angebracht ist, sollten auf der anderen Seite offenbar die mittlerweile entfernten Absperrbügel für eine entsprechende Geschwindigkeitsreduktion sorgen. Gleichzeitig wurde die Fahrbahn im Bereich der Querung großflächig rot eingefärbt. Aus Sicht von Das Neue Innsbruck sollte insbesondere geklärt werden, ob die auffällige Markierung möglicherweise missverständlich wahrgenommen werden könnte. Schließlich darf nicht der Eindruck entstehen, dass Radfahrer durch die rote Einfärbung automatisch Vorrang gegenüber dem querenden Fahrzeugverkehr genießen.

„Wir wollen aus dieser Angelegenheit keine größere Geschichte machen, als sie ist. Trotzdem sollte nachvollziehbar sein, warum Maßnahmen gesetzt und kurz darauf wieder rückgängig gemacht werden. Auch die Verkehrssicherheit und die Wirkung des roten Fahrbahnbelags verdienen einen genaueren Blick. Deshalb werden wir eine entsprechende Anfrage im Innsbrucker Gemeinderat einbringen, um die Hintergründe, Verantwortlichkeiten und Kosten aufzuklären“, kündigt Klubobfrau Dr.in Birgit Winkel abschließend an.

Selber Ort, mit und ohne Bügel