Coaching für Kindergarten- und Hortleitungen: Ein Brief allein ist noch keine Umsetzung!

Der von Das Neue Innsbruck initiierte Coaching-Lehrgang für Kindergarten- und Hortleitungen war nun Thema im Stadtsenat. Die zuständige Fachabteilung bestätigt den Bedarf und bewertet die Initiative von DNI-Klubobfrau GRin Dr.in Birgit Winkel ausdrücklich als zukunftsweisend. Dennoch bleibt die konkrete Umsetzung vorerst offen.

„Bereits im Mai habe ich vorgeschlagen, erfahrene und pensionierte Kindergarten- und Hortleitungen als Coaches für neue Führungskräfte einzusetzen. Der Gemeinderat hat unsere Initiative im Juni einstimmig unterstützt. Nun bestätigt auch die Stadtverwaltung, dass der Bedarf gegeben ist. Die Anforderungen an Führungskräfte sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, während die Ausbildung auf viele dieser Aufgaben noch nicht ausreichend vorbereitet“, erklärt Klubobfrau GRin Dr.in Birgit Winkel.

Wertvolles Erfahrungswissen nutzen und weitergeben

Die Idee orientiert sich am bereits bestehenden Schulleitungscoaching des Bundes. Erfahrene Führungskräfte sollen ihr Wissen weitergeben und neu bestellte Leitungen insbesondere in der herausfordernden Anfangsphase begleiten. Damit könnten nicht nur Führungskräfte entlastet, sondern auch die Qualität der Kinderbetreuung langfristig gesichert werden.

„Es freut mich, dass unsere Initiative sowohl politisch als auch fachlich auf so breite Zustimmung stößt. Gerade in der Kinderbetreuung dürfen wir neue Führungskräfte mit ihren vielfältigen Herausforderungen nicht alleinlassen. Das Wissen und die Erfahrung langjähriger Leiterinnen und Leiter sind viel zu wertvoll, um sie mit der Pensionierung einfach verloren gehen zu lassen. Davon können die nächste Generation an Führungskräften und letztlich auch unsere Kinder profitieren“, betont Winkel.

Anliegen vorantreiben statt weiterreichen

Statt nun selbst konkrete Umsetzungsschritte einzuleiten, hat die zuständige Vizebürgermeisterin Elli Mayr das Anliegen mit einem Schreiben an Landesrätin Cornelia Hagele weitergegeben. Das Land soll die Einführung eines tirolweiten Coaching-Lehrgangs prüfen. Die Stadt Innsbruck bietet dabei ihre Mitarbeit an. Gleichzeitig soll der ursprüngliche Antrag von Das Neue Innsbruck bereits als erledigt gelten.

„Ein Brief ans Land ist noch kein Coaching-Lehrgang. Natürlich würde ich eine tirolweite Lösung begrüßen, aber das darf keine Ausrede dafür sein, selbst nicht aktiv zu werden. Verantwortung zu tragen heißt auch, Verantwortung zu übernehmen und Dinge voranzubringen. Ich erwarte mir von Vizebürgermeisterin Mayr, dass sie dieses sinnvolle Projekt mit Nachdruck verfolgt, statt einen einstimmig unterstützten Antrag mit einem Schreiben als erledigt abzuhaken. Die Zustimmung ist da, der Bedarf ist bestätigt – jetzt muss endlich auch etwas passieren“, so Winkel abschließend.