Seit Monaten herrscht Stillstand auf dem Grundstück des geplanten Kinderzentrums Pechegarten in Wilten. Obwohl der Innsbrucker Gemeinderat bereits im Juni einstimmig die Umsetzung beschlossen hat, sind bis heute keine eigentlichen Bauarbeiten erkennbar. Das Neue Innsbruck fordert mit einer Gemeinderatsanfrage von Klubobfrau GRin Dr.in Birgit Winkel Klarheit über Zeitplan, Kosten und Sicherheit.
Das Kinderzentrum Pechegarten soll zu einem modernen Bildungs-, Betreuungs- und Wohnstandort für Kinder und Jugendliche ausgebaut werden. Vorgesehen sind unter anderem Kinderkrippe, Kindergarten, sozialpädagogischer Hort, Wohngruppen und betreutes Wohnen. Das Neue Innsbruck unterstützt dieses wichtige Projekt ausdrücklich. Bereits im Spätherbst 2025 wurde das bestehende Gebäude abgetragen. Am 25. Juni 2026 beschloss der Gemeinderat einstimmig die Umsetzung durch die Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG). Damals war vom „Startschuss für die Umsetzung“ die Rede, die Bauzeit wurde mit zwei Jahren angegeben.
„Wir unterstützen den Neubau des Kinderzentrums Pechegarten ausdrücklich. Gerade bei der Kinderbetreuung und bei sozialen Einrichtungen braucht Innsbruck eine moderne und verlässliche Infrastruktur. Umso unverständlicher ist es, dass Monate nach dem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss noch immer nicht gebaut wird. Wir wollen wissen, welche Schritte seit Juni tatsächlich gesetzt wurden, wann endlich gebaut wird und ob der ursprüngliche Zeitplan noch hält“, erklärt Klubobfrau GRin Dr.in Birgit Winkel.
Fragen zu Kosten, Verzögerungen und Sicherheit
Neben dem aktuellen Stand der Ausschreibungen und Vergaben stehen mögliche Verzögerungen und Mehrkosten im Mittelpunkt der Anfrage. Zuletzt wurden die Gesamtkosten mit 14,5 Millionen Euro angegeben. Auch die weitere Nutzung der Ersatzquartiere und der Zeitpunkt der Rückübersiedlung sollen geklärt werden.
„Verzögerungen können zusätzliche Kosten verursachen und schaffen Unsicherheit für die betroffenen Einrichtungen und Familien. Wir wollen wissen, ob die veranschlagten 14,5 Millionen Euro noch halten und wann mit der Fertigstellung zu rechnen ist. Gleichzeitig stellen sich Fragen zur Sicherheit des brachliegenden Grundstücks. Sind Beschwerden von Eltern oder Anrainern eingegangen? Gab es gefährliche Situationen für Kinder? Und wie wird die Sicherheit rund um den Pechepark gewährleistet?“, so Winkel.
Antworten im November-Gemeinderat erwartet
Die insgesamt 15 Fragen umfassende Anfrage wurde im Innsbrucker Gemeinderat eingebracht und wird in der November-Sitzung beantwortet.
„Uns geht es darum, dass dieses wichtige Projekt möglichst rasch umgesetzt wird. Kinder, Familien und Betreuungseinrichtungen brauchen Planungssicherheit. Die Stadt muss endlich Klarheit schaffen, wann gebaut wird, was das Projekt tatsächlich kostet und wann die Einrichtungen einziehen können“, hält Winkel abschließend fest.
Hier kann die Anfrage nachgelesen werden: