Die Sicherheit von Radfahrerinnen und Radfahrern, insbesondere von Kindern und Familien, muss dort beginnen, wo der Alltag stattfindet. Genau deshalb wird Das Neue Innsbruck in der kommenden Gemeinderatssitzung eine Anfrage zur Verkehrssicherheit im Bereich der Layrstraße einbringen. Ausgangspunkt ist die derzeitige Querungssituation des Radweges zwischen der Höttinger Au und dem Fürstenweg. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben auf die aus ihrer Sicht unübersichtliche und unsichere Situation hingewiesen. Besonders Kinder, ältere Menschen und Familien stehen dort regelmäßig vor der Herausforderung, die Layrstraße sicher zu queren.
„Die Stadtregierung spricht gerne davon, Innsbruck noch fahrradfreundlicher gestalten zu wollen. Wer dieses Ziel ernst meint, muss aber auch dafür sorgen, dass bestehende und stark frequentierte Radverbindungen sicher nutzbar sind. Gerade dort, wo viele Kinder unterwegs sind, dürfen gefährliche oder unübersichtliche Querungen nicht einfach hingenommen werden“, erklärt Klubobfrau GRin Dr.in Birgit Winkel.
Fragen an die Stadtregierungsmitglieder
„Mit einer Anfrage möchte ich klären, ob die Problematik bei den zuständigen Stadtregierungsmitgliedern – insbesondere Stadträtin Lutz, Stadträtin Bex und Bürgermeister Anzengruber – bereits bekannt ist, welche Prüfungen bisher durchgeführt wurden und warum bislang keine sichere Radfahrerüberfahrt oder andere geeignete Maßnahmen umgesetzt wurden. Ebenso soll erhoben werden, ob den betroffenen Stadtregierungsmitgliedern Beschwerden, Gefahrenmeldungen oder sonstige Hinweise auf Sicherheitsprobleme in diesem Bereich vorliegen“, so Winkel.
Keine ideologische Debatte
„Es geht hier nicht um ideologische Debatten, sondern um Verkehrssicherheit. Wer Kinder dazu motivieren möchte, kurze Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen, muss dafür sorgen, dass diese Wege auch sicher sind. Eine gut erkennbare und geschützte Querung würde die Situation für alle Verkehrsteilnehmer verbessern“, so Winkel.
Förderung des Radverkehrs darf nicht nur Schlagzeile sein
„Oft sind es nicht die großen Millionenprojekte, die den Alltag der Menschen verbessern. Häufig sind es gezielte Maßnahmen an bekannten Problemstellen. Die Layrstraße könnte ein solches Beispiel sein. Während an anderer Stelle wie am Radweg nach Aldrans 5 Millionen Euro n ein einseitiges Teilstück fließt, fehlt es hier an einer vergleichsweise einfachen Lösung für mehr Sicherheit im Alltag vieler Menschen. Wenn wir mehr Menschen zum Umstieg auf das Fahrrad bewegen wollen, müssen wir sichere und durchgängige Verbindungen schaffen. Sicherheit darf dabei niemals Verhandlungssache sein“, betont Winkel abschließend.