Was Innsbruck mit der Lueg-Brücke verbindet? Die Menschen. Denn auch wir in Innsbruck verstehen, warum die Wipptaler leiden.

Die Thematik Lärmschutz an der Autobahn macht natürlich nicht vor den Stadttoren Innsbrucks halt. An diesem Wochenende wird mit der Wipptal-Demonstration auf die massive Belastung der Bevölkerung entlang der Transit- und Überlandstraßen hingewiesen. Auch wir als Innsbrucker stehen an der Seite der Bevölkerung des Wipptals, denn die Belastungen sind dort noch wesentlich massiver als in der Landeshauptstadt.

In diesem Zusammenhang kommt in Gesprächen immer wieder die Frage auf, was bei der viel diskutierten Lueg-Brücke eigentlich gemacht wird, weil manche meinen, die bestehende Brücke würde lediglich saniert werden. Vielen ist ja noch gar nicht bekannt, dass es hier zu einer mehr oder weniger Verdoppelung der Fahrflächen kommt.

Die jetzige Brücke wird abgerissen, nachdem die neue talseitige Brücke fertig errichtet wurde. Danach wird die bestehende Brücke neu gebaut. Künftig stehen dann fast doppelt so viele Fahrspuren für den Verkehr zur Verfügung.

Das erste neue talseitige Brückentragwerk soll voraussichtlich Ende 2027 in Betrieb gehen. Der vollständige Abriss der alten Brücke sowie die Gesamtfertigstellung aller neuen Tragwerke beider Brücken sind für Ende 2030 angesetzt. Wir haben euch hier einige Visualisierungen der Asfinag zusammengetragen, die vielleicht besser verständlich machen, warum die Skepsis im Wipptal so hoch ist.

Die offizielle Kommunikation der Asfinag

Quelle: https://media.asfinag.at/media/lafaftnv/005_0224024-asfinag_factsheet_luegbrucke_de_a4_v05-1.pdf

Das Projekt für technisch interessierte Personen

Für technisch Interessierte gibt es auf der Website der Architekten einen Schnitt der beiden neuen Brücken und die Phasen für den Abbruch der bisherigen Brückenkonstruktion

https://www.baumann-obholzer.com/de/brueckenbau/projekte/1626585309.php

Der Tunnel als visionäre Lösung

Interessant wäre der damalige Ansatz schon gewesen, durch einen Tunnel einen wunderschönen naturbelassenen Abschnitt des Wipptales zu gewinnen. Im Bezirksblatt waren diesbezüglich Visualisierungen abgebildet. Eine Lösung die für das Tiroler Wipptal und die künftigen Generationen ein Traum gewesen wäre. Eine Lösung die mit den Einnahmen aus Maut und Autobahngebühren gebaut werden hätte müssen. Der u.a. Bildervergleich sollte sicher machen.

Quelle: Bezirksblätter https://www.meinbezirk.at/innsbruck/c-politik/visualisierungen-zeigen-das-tal-ohne-bruecke_a5870368#gallery=null, Visualsierungen von DI LA Achhorner