Das Neue Innsbruck vor Ort: Mehr Lebensqualität statt Ausreden. Ideen gemeinsam voranbringen

Politik beginnt oft bei den kleinen Dingen des Alltags. Genau dort schaut „Das Neue Innsbruck“ hin. Dieses Mal hat sich unser Klubmitglied Harald Pinggera Gedanken zur Lebensqualität im Olympischen Dorf gemacht – genauer gesagt zur fehlenden Stadtrad-Station im Herzen des Stadtteils.

Das Innsbrucker Stadtrad ist längst ein Erfolgsmodell. Über eine Million Ausleihen im Jahr 2025 sprechen eine klare Sprache. Umso unverständlicher ist es für viele Bewohnerinnen und Bewohner des Olympischen Dorfs, dass ausgerechnet ihr Stadtteil derzeit keine eigene Verleihstation mehr hat. Genau deshalb haben wir im Gemeinderat einen Antrag eingebracht, damit die Errichtung einer neuen Stadtrad-Station im Olympischen Dorf geprüft und umgesetzt wird.

Die Reaktion der Stadtregierung darauf ist allerdings bemerkenswert: Der Antrag wurde mit dem Argument abgelehnt, dass eine neue Station ohnehin bereits geplant sei und im Laufe des Jahres 2026 errichtet werden solle. Mit anderen Worten: Man lehnt einen Antrag ab, weil man angeblich selbst genau das Gleiche machen möchte. Diese Logik ist tatsächlich grandios.

Besonders spannend ist dabei auch die Argumentation rund um Finanzierung und Standortfrage. Während man einerseits erklärt, dass zusätzliche Stadtrad-Stationen natürlich Geld kosten und entsprechende Voraussetzungen notwendig seien, kündigt man gleichzeitig selbst die Errichtung einer neuen Station im Olympischen Dorf an. Die bisherige Station war im Zuge der Baustelle am DDr.-Alois-Lugger-Platz entfernt und wieder Richtung Baggersee verlegt worden.

Gerade ein dicht besiedelter Stadtteil wie das Olympische Dorf braucht aber attraktive und wohnortnahe Mobilitätsangebote. Viele Menschen möchten direkt von ihrem Stadtteil aus unkompliziert mit dem Stadtrad in die Innenstadt oder in andere Stadtteile fahren können – und genau darum geht es letztlich: um praktische Verbesserungen im Alltag und mehr Lebensqualität vor Ort.

„Das Neue Innsbruck“ wird jedenfalls weiterhin genau hinschauen, wenn sinnvolle Vorschläge reflexartig abgelehnt werden – selbst dann, wenn die Stadtregierung sie kurze Zeit später offenbar selbst umsetzen möchte. Denn gute Ideen sollten nicht daran scheitern, von wem sie kommen.

Wir bedanken uns bei unserem Klubmitglied Harald Pinggera, der sich neben diesen Themen auch für die Sicherheit auf Spielplätzen und der Einführung einer Parkraumbewirtschaftung engagiert.

Klubobfrau Dr.in Birigt Winkel