Gezielte Vorreihung beim Wohnungstausch: Gemeinderat unterstützt mehrheitlich Antrag zur Prüfung

In der Sitzung des Gemeinderates vom 26. März 2026 wurde ein gemeinsam von Ersatzgemeinderätin Mag.a Carmen Lorenz und Ersatzgemeinderat Mag. Lucas Krackl erarbeiteter Antrag zuerst von Lorenz eingebracht und präsentiert und ein Monat später von Krackl nochmals im Plenum referiert. Der Gemeinderat stimmte der Prüfung zu.

Konkret geht es den Antragsstellern um die Prüfung, wie bei neu errichteten oder freiwerdenden Wohnungen mit städtischem Vergaberecht Wohnungstauscher:innen – insbesondere Personen, die von einer größeren in eine kleinere Wohnung wechseln möchten – vor gereiht berücksichtigt werden können. Zudem soll untersucht werden, wie eine solche Sondervergabe rechtlich und organisatorisch in die bestehenden Vergaberichtlinien integriert werden kann. Im Mittelpunkt steht ein pragmatischer Ansatz: Statt ausschließlich neue große Wohnungen zu errichten, soll der bestehende Wohnungsbestand besser genutzt werden. Viele größere Wohnungen werden derzeit von kleineren Haushalten bewohnt, während Familien oft jahrelang auf passenden Wohnraum warten müssen.

„Der Wohnungswechsel war bisher sehr aufwändig und meist auch finanziell nicht attraktiv. Wenn ich aber selbst aussuchen kann, welche Wohnung ich bekomme, bin ich vielleicht auch zu höheren Kosten bereit, einen Wechsel aus einer großen in eine neue, kleinere, modernere und barrierefreie Wohnung anzugehen. Der persönliche Mehrwert durch Lage, Ausstattung oder Qualität kann den Unterschied ausgleichen. Das würde Wohnraum für Familien frei machen. Einen Versuch ist dieses Modell allemal wert“, so Ersatzgemeinderätin Mag.a Carmen Lorenz.

„Man muss nicht immer das Rad neu erfinden und kann sich auch von anderen Städten gute Ideen abschauen. Ich bin den Mitgliedern des Gemeinderates sehr dankbar, dass wir für unseren Antrag die notwendige Mehrheit erhalten haben, um in die tiefere Prüfung zu kommen. Es wäre wohl wirklich ein großer Schritt, wenn Wohnungswechsel mit diesem Modell künftig einfacher durchgeführt werden könnten. Wir sehen der Prüfung mit großem Interesse entgegen“, so Krackl.