Schulreinigung auf Sicht: Anfragebeantwortung bescheinigt Pilotprojekt deutliche Einsparungen – Aussagen zur Qualität bleiben offen.

Die Beantwortung einer weiteren Gemeinderatsanfrage zum Pilotprojekt mit geänderten Reinigungsintervallen in Innsbrucker Bildungseinrichtungen bringt erstmals konkrete Zahlen auf den Tisch. Nachdem zu diesem Thema bereits zuvor eine Anfrage gestellt wurde, liegen nun detailliertere Angaben zu den finanziellen Auswirkungen vor. Demnach konnten an drei Volksschulen Einsparungen zwischen rund 21 und 36 Prozent erzielt werden. Für Klubobfrau GRin Dr.in Birgit Winkel und Ersatzgemeinderätin Mag.a Karin Hagleitner von Das Neue Innsbruck ist das eine Entwicklung, die eine differenzierte Betrachtung verdient.

„Zu Beginn war meine Skepsis gegenüber einem Modell, das primär auf Reinigung nach Sicht statt auf feste Regelmäßigkeit setzt, durchaus groß. Die nun vorliegenden Zahlen zeigen, dass es offenbar gelungen ist, die Kosten deutlich zu senken. Beschwerden gebe es laut der Stadtführung keine. Wenn das so stimmt, kann man nur gratulieren“, so Ersatzgemeinderätin Mag.a Karin Hagleitner.

Erfolg ohne Politik

Das Pilotprojekt für die neue Form der Reinigung wurde an den Volksschulen Allerheiligen, Dreiheiligen und Neu Arzl durchgeführt. Bemerkenswert ist dabei auch, dass die Umsetzung laut Anfragebeantwortung auf Verwaltungsebene erfolgt ist – ohne direkte politische Einbindung.

„Wenn Fachabteilungen organisatorische Verbesserungen entwickeln und damit Einsparungen von rund einem Drittel erzielen können, ist das grundsätzlich erfreulich. Vielleicht wäre es tatsächlich hin und wieder sinnvoll, der Verwaltung öfter den nötigen Spielraum zu lassen“, so Klubobfrau GRin Dr.in Birgit Winkel.

Einsparungen sorgfältig bewerten

„Die Zahlen sind durchaus beeindruckend – sie müssen aber auch der Realität standhalten. Entscheidend ist, ob diese Einsparungen tatsächlich ohne größere Qualitätseinbußen möglich sind. Um das seriös beurteilen zu können, wäre es sinnvoll, auch die Nutzerinnen und Nutzer – also Direktionen, Lehrpersonal, Schulwarte sowie Eltern – systematisch zu befragen und regelmäßig zu evaluieren“, schließen Winkel und Hagleitner unisono.