Kubus: Höfliche Bitte für mehr Transparenz und ein sauberes Verfahren blieb vom Bürgermeister unbeantwortet.

​In einem sachlichen und konstruktiven Schreiben haben die Mandatarinnen und Mandatare des Gemeinderatsklubs angeregt, das Vorgehen bei der Ausschreibung für den KUBUS zu überdenken. Konkret wurde auf die extrem kurze Ausschreibungsfrist und die unzureichende Form der Kundmachung hingewiesen, die den Eindruck eines nicht ernsthaft offenen und transparenten Verfahrens erwecken.

Vorgeschlagen wurde eine deutliche Verlängerung der Frist sowie eine offizielle, breit angelegte Kommunikation der Ausschreibung, um qualitätsvolle Konzepte und echte Chancengleichheit zu ermöglichen. Ziel der Anregung war es, einen sauberen, nachvollziehbaren Prozess sicherzustellen und Schaden vom Projekt wie auch von der Stadt abzuwenden. Eine Reaktion des Bürgermeisters blieb bislang aus.

Hier der Text im Original:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, lieber Hannes,

die aktuelle Diskussion rund um den KUBUS ist eine, die der Stadt Innsbruck insgesamt nicht guttut. Insbesondere die außerordentlich kurze Ausschreibungsfrist sowie die Form der Kundmachung erwecken den Eindruck, dass es sich dabei nicht um einen ernsthaften, offenen und transparenten Prozess handelt.

Aus diesem Grund möchten wir dich höflich ersuchen, deine Entscheidung noch einmal zu überdenken und die Ausschreibungsfrist entsprechend zu verlängern. Als sinnvoll erachten wir eine Frist von zumindest vier (eher 6–8) Wochen zusätzlich. Nur so kann gewährleistet werden, dass tatsächlich qualifizierte Konzepte ausgearbeitet und eingereicht werden können.

Darüber hinaus regen wir an, die Ausschreibung – wie auch bei vergleichbaren Verfahren etwa im Bereich der Almen oder bei offiziellen Interessent*innensuchen – mit einer klaren, offiziellen Aussendung der Stadt zu begleiten. Ein solcher Schritt würde den Prozess sauber, nachvollziehbar und für alle potenziellen Interessierten gleich zugänglich aufstellen. Der bloße Aushang an der analogen Amtstafel allein entspricht aus unserer Sicht jedenfalls nicht einem transparenten, korrekten und breiten Ausschreibungsmodus.

Wir appellieren daher an die Vernunft und hoffen, dass du dieses Anliegen aufgreifst und entsprechend berücksichtigst. Andernfalls wird leider weiterhin der Eindruck bestehen bleiben, dass es sich nicht um eine echte, transparente und saubere Ausschreibung handelt, sondern lediglich um ein Feigenblatt. Das kann aus unserer Sicht weder im Interesse der Stadt oder von dir selbst sein.

Wir würden uns freuen, wenn du dir diese Überlegungen zu Herzen nimmst.

Mit besten Grüßen,

Stadtrat Mag. Markus Stoll
Klubobfrau Dr.in Birgit Winkel
Klubobfrau-Stv.in Mag.a Christine Oppitz-Plörer
GR MMst. Franz Jirka