Die Einigung rund um „Amras Next“ ist die endgültige Entlarvung der grün-roten Bausperren-Erzählung: Nach jahrelanger Verzögerung wird das Projekt nicht kleiner, sondern größer – und vor allem ist eines klar: Am Ende landen durch das Mietkauf-Modell 100 Prozent der Wohnungen am freien Markt. Selbst dort, wo heute „gefördert“ draufsteht, ist die langfristige Absicherung nicht gegeben – Eigentum bleibt Eigentum und wird früher oder später handelbar.
„Caprese hat die Spekulation zum Zukunftsthema erhoben. Erst wird mit großen Worten eine Bausperre verkauft – und am Ende kommt ein Deal heraus, bei dem sämtliche Wohnungen früher oder später am freien Markt landen. Das ist keine Wohnpolitik, das ist ein Geschäftsmodell“, so Stadtrat Mag. Markus Stoll.
„Die Menschen in Amras haben eine Reduktion erwartet. Sie bekommen mehr Einheiten – und das zu noch höheren Preisen. Auch die 35 geförderten Mietkauf-Wohnungen werden langfristig im Wert steigen und damit selbst zum teuren Gut. Das ist das Gegenteil dessen, was uns die Stadtregierung jahrelang erzählt hat“, so GR MMst. Franz Jirka.
Caprese will Menschen für dumm verkaufen
„Die Caprese verkauft nicht nur das Vermögen der Stadt – sie verkauft die Leute auch für dumm, als ob niemand mitbekommen würde, was hier passiert. Es ist offensichtlich: Am Ende steht ein größeres und teureres Projekt da, das man mit der Bausperre angeblich reduzieren wollte“, so Stoll.
Geförderter Block dient als Lärmschutz zum Südring
Jirka kritisiert zusätzlich die konkrete Logik der Planung am Areal: Ausgerechnet der „geförderte“ Teil werde an die lärmintensive Seite gesetzt.
„Dass der geförderte Block direkt an der Burgenlandstraße platziert wird, wirkt wie ein Symbol: Der leistbare Teil dient als Lärmschutzwand für die teuren frei finanzierten Wohnungen dahinter. So schaut soziale Durchmischung in der Praxis der Caprese aus“, so Jirka. (siehe Update weiter unten)
Verzögerungen machen alles teurer
Stoll verweist darauf, dass die jahrelange Verzögerung nicht nur Vertrauen kostet, sondern auch Preissteigerungen befeuert.
„Wer Projekte künstlich in die Länge zieht, macht Wohnen nicht günstiger, sondern teurer. Und wer dann behauptet, das sei ein wohnpolitischer Fortschritt, der verhöhnt die Menschen, die sich Eigentum längst nicht mehr leisten können“, so Stoll.
Rücktritt von Bex gefordert
„Wenn eine Stadtregierung nach einer Bausperre ein Ergebnis präsentiert, das Spekulation sogar im geförderten Bereich befeuert, dann ist das keine Panne, sondern offenbar Programm. Stadträtin Bex – oder wer immer das verhandelt hat – sollte zurücktreten“, schließen Jirka und Stoll.
Vorgänger-Beitrag vom 13. Jänner:
UPDATE 16.01.: Nun doch kein Miektauf?
Kurz nach unserer Presseaussendung wurde bekanntgegeben, dass das mit dem Mietkauf nicht stimme. Dabei war dies in der offiziellen Aussendung der Stadt Innsbruck ganz klar dargelegt und auch seitens der Medien wurde diese Info zum Teil übernommen. Chaos wo man hinsieht. Auch die Tiroler Krone hat hier am 16.01.2026 berichtet.
Medienberichte
Krone Tirol, 16.01.2026

TT, 16.01.2026

