Aus für die Innsbruck Club Commission wirft Fragen auf. Wo sind die handelnden Akteure?

Mit dem Ende der Innsbruck Club Commission (ICC) verschwindet eine zentrale Interessenvertretung der Club- und Nachtkultur in Innsbruck. Über Jahre hinweg hat die ICC wichtige Arbeit in den Bereichen Awareness, Gewaltprävention und Vernetzung geleistet. Dass diese Struktur nun mangels nachhaltiger Finanzierung eingestellt wird, ist ein Ergebnis mangelnder politischer Führungsstärke.

„Insbesondere die Grünen haben lange für diese Interessenvertretung getrommelt, über Jahre aber trotz Grünem Bürgermeister nichts erreicht.“, so GR MMst. Franz Jirka

Viele Gespräche, wenig Ergebnis

„Es gab Gesprächsrunden und öffentliche Bekenntnisse zur Bedeutung der Nachtkultur. Doch entscheidend sind nicht Ankündigungen, sondern konkrete Ergebnisse – und genau diese fehlen.“, so Jirka.

Rolle der Wirtschaftsstadträtin bleibt offen

„Die Club- und Nachtkultur ist ein relevanter Teil der urbanen Wirtschaft. Umso mehr stellt sich die Frage, welche konkreten Initiativen im Zuständigkeitsbereich der Wirtschaftsstadträtin gesetzt wurden, um die Arbeit der ICC langfristig zu sichern.“, so Jirka.

Fehlende Transparenz

„Unklar bleibt zudem, wann Stadtsenat und Gemeinderat über die drohende Auflösung informiert wurden. Transparenz bedeutet, Probleme rechtzeitig offenzulegen – nicht erst dann, wenn es zu spät ist. Auch das wird wohl noch zu klären sein.“, schließt Jirka.