Die aktuelle Berichterstattung zum massiven Verkauf städtischen Wohn- und Grundvermögens bestätigt auf alarmierende Weise, wovor Das Neue Innsbruck seit Wochen warnt: Der Ausverkauf von öffentlichem Vermögen hat begonnen – und die Stadtregierung widerspricht dem nicht einmal mehr.
„Das Schweigen der Stadtregierung belegt unsere Befürchtungen. Der Bürgermeister und seine Helfer aus Grün und Rot verkaufen das städtische Sozialkapital, um ihre Budgetlöcher zu stopfen – und das nicht nur im kommenden Jahr, sondern laut mittelfristiger Finanzplanung auch in den Folgejahren. Das ist keine Finanzpolitik, das ist Selbstzerstörung“, betont Stadtrat Mag. Markus Stoll.
Systematischer Abbau des Sozialvermögens
„Laut Finanzplan sollen bis 2030 rund 60 Millionen Euro durch Verkäufe erzielt werden. Für Das Neue Innsbruck ist damit klar: Das ist keine einmalige Maßnahme, sondern ein systematischer Abbau des Sozialvermögens aller Innsbruckerinnen und Innsbrucker“, so Klubobfrau Dr.in Birgit Winkel und weiter: „Der Umgang dieser Stadtregierung mit dem städtischen Vermögen ist verantwortungslos und intransparent und raubt kommenden Generationen den dringend notwendigen Gestaltungsspielraum.“
Steht das Aus der IIG bevor? Wer übernimmt die Verantwortung für die Folgen?
Der Bericht macht deutlich: Die geplanten Verkäufe sind kein Einzelfall, sondern Teil einer längerfristigen Strategie. Doch niemand erklärt, was diese Aushöhlung für die städtische Immobiliengesellschaft IIG bedeutet.
„Mit jedem verkauften Objekt verliert die IIG an Substanz, Einnahmen und Stabilität. Daher bleiben zentrale Fragen ungelöst: Wie soll die IIG künftig wirtschaften, wenn ihr Vermögen Stück für Stück zerlegt wird? Kann der Bürgermeister garantieren, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin einen sicheren Arbeitgeber haben? Ich habe zunehmend Zweifel und frage mich, ob gar eine Auflösung der IIG geplant ist“, so Stoll.
JA, jetzt Haltung zeigen
„Es stellt sich uns zunehmend die Frage, ob der Bürgermeister und die Gemeinderäte der Stadtregierung von JA, Rot, Grün sich bei diesem Kurs überhaupt noch in den Spiegel schauen können. Noch ist es nicht zu spät Haltung zu zeigen und der Verscherbelung des Vermögens der Innsbruckerinnen und Innsbrucker zu stoppen“, schließen Stoll und Winkel.
Tiroler Krone Beitrag, 21.11.2025

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